2 Merkmale von Käfern

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Jede vierte Tierart ist ein Käfer

Und doch leben die gepanzerten Insekten größtenteils im Verborgen im Holz, Kot oder der Erde.

Mal werden sie gesammelt und ein anderes Mal sind sie alles andere als beliebt.
Doch eins ist klar: Ohne Käfer wären unsere Wälder und Felder nicht das, was sie für uns heute sind. Wieso das so ist und was Käfer von Wanzen unterscheidet, erfahrt ihr in diesem Video.

Inhalt

Käfer besitzen feste Flügeldecken

Käfer

Käferarten gibt es einige auf dieser Erde. Bis jetzt wurden mehr als 350.000 Arten beschrieben, davon kommen etwa 7.000 in Deutschland vor.
Doch man kann davon ausgehen, dass viele Arten noch gar nicht entdeckt oder beschrieben wurden.  

Nicht jeder Käfer gleicht dem anderen. Im Laufe der Jahrmillionen, haben sie beinahe jeden Lebensraum erobert und sich an diesen angepasst. Die Formen, Farben und Lebensweisen sind variantenreich. 

Dennoch haben Käfer Merkmale, die sie zur Ordnung der Käfer zuordnen lassen.

Holzmulm der Bäume

Die Flügel

Eins dieser Merkmale sind zum Beispiel die Flügel.

Denn die Vorderflügel haben sich im Laufe der Evolution zu festen Flügeldecken entwickelt, die die zarten Hautflügel schützen und den gesamten Hinterleib verdecken.
Somit können sie zwar nur noch mit den hinteren Flügeln fliegen, doch das scheint, meistens jedenfalls, kein großer Nachteil zu sein. Im Gegenteil. Die schützenden Flügeldecken erlauben den Käfern die Erschließung neuer Lebensräume. 

Viele Arten leben zum Beispiel in der Erde oder unter Holz. Unter diesen Bedingungen würden zarte Flügel schnell beschädigt werden.

Entwicklungskreislauf der Käfer

Die Entwicklung

Ein Merkmal, das Käfer eindeutig von Wanzen unterscheidet, ist die Entwicklung. 

Denn Käfer sind holometabole Insekten. Das heißt sie durchlaufen eine vollkommene Metamorphose: aus dem Ei schlüpft eine Larve, die sich nach mehrmaligem Häuten verpuppt und zum geschlechtsreifen Käfer entwickelt.
Die Lebensweise der weichhäutigen Larven ist meist eine vollkommen andere, als die der adulten Tiere. Sie sind zudem eine beliebte Beute für Vögel und Reptilien.
Zwar sind sie relativ ungeschützt, doch sie leben an versteckten Orten wie in der Erde, im Totholz oder im Mulm alter Bäume.
Viele Käferarten leben aber auch von Aas und Kot. Nicht unbedingt sie selbst, sondern ihre Larven. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Kot und Aas zersetzt werden und verhindern damit das Auftreten von Krankheiten. Würden Käfer und ihre Larven von Heute auf Morgen verschwinden, könnten wir wohl nach kurzer Zeit nicht mehr unbeschwert vor die Tür gehen. 

Aber zurück zur Entwicklung. Wanzen durchlaufen eine unvollkommene Metamorphose. Das heißt die Jugendstadien sehen dem Imago bereits relativ ähnlich. Sie leben auch am selben Ort und ernähren sich beinahe gleich wie die erwachsenen Tiere. Gut zu sehen ist das bei Feuerwanzen.

Es gibt noch viele, weitere Merkmale, die Käfer zu dem machen, was sie sind.
Diese stellen wir euch beim nächsten Mal vor.

Bis dahin, entdeckt selbstständig die Welt der Insekten vor eurer Haustür. Denn dort warten faszinierende Beobachtungen auf euch.
Bis zum nächsten Mal.

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