Was ist ein Insekt? – Teil 1

Bei einem Insekt denken wohl viele Menschen an kleine Lebewesen, die herumfliegen oder krabbeln. Diese Beschreibung ist jedoch nicht genau genug.

 

Sicherlich kennst Du die Fliege. Du kennst auch Wespen, Ameisen und bestimmt auch Schmetterlinge. Sie alle gehören zu den Insekten. Nicht weil sie klein sind und krabbeln oder fliegen.

Doch warum sind Insekten Insekten?
Um diese Frage zu erforschen, hat sich eine ganze Wissenschaft auf das Thema spezialisiert. 

Sie heißt Entomologie.

Insekten haben Merkmale, die sie von anderen Gliederfüßern abgrenzen. 

Gliederfüßer sind eine Stamm von wirbellosen Tieren, also Tiere ohne Wirbelsäule. Zu ihnen gehören beispielsweise Spinnen und Tausendfüßer. Doch sie sind keine Insekten.
Der wichtigste Unterschied ist die Anzahl der Beine. Insekten haben immer nur 6 Beine. 

Spinnen haben dagegen 8 Beine und Tausendfüßer noch mehr. Genauso zählt die Kellerassel mit 14 Beinen zu einer anderen Ordnung. 

Innerhalb der Insekten gibt es trotz starken Variationen, einzelne Grundzüge, die erstaunlicherweise über Jahrmillionen beibehalten wurden und alle Insekten miteinander vereinen. Zumindest gilt das für die ausgewachsenen Insekten, die sogenannten Imagos. Die Larven werden wir ein anderes mal behandeln, da das ein eignes, riesiges Thema ist. Doch die Grundzüge der Imagos schauen wir uns jetzt einmal an:

Der Körper der Insekten gliedert sich immer in Kopf (Caput), Brustabschitt (Thorax) und Hinterleib (Abdomen).

Der Kopf trägt immer ein paar Antennen, die stark von Art zu Art variieren können. So können sie bei manchen Heuschreckenarten ein vielfaches der Körperlänge erreichen, wohingegen sie bei Libellen winzig klein bleiben. 

Im einfachsten Sinne sind die Antennen fadenförmig und bestehen aus wenigen Gliedern. Das Grundglied wird als Schaft bezeichnet und ist oft länger als die folgenden. Das unmittelbar folgende Glied ist sehr kurz und wird als Pedicellus bezeichnet, sowie die restlichen als Fühlergeißel.
Bei einigen Insekten wie bspw. den Ameisen, ist der Schaft besonders lang und die Fühlergeißel abgeknickt. Die Fühler bezeichnet man dann als gekniet.

Doch bei allen Insekten sind die Antennen die Träger der Sinnesorgane und auch wenn das deutsche Wort „Fühler“ was anderes vermuten lässt, werden die Antennen nicht zum Abtasten der Umgebung genutzt.

Neben den Antennen befinden sich auch zwei große Komplexaugen, sowie meist auch drei Punktaugen am Kopf. Denn nur die wenigsten, ausgewachsenen Insekten sind vollkommen blind.

Während die Punktaugen nur hell und dunkel unterscheiden können, besitzet das in seiner Form an eine überschlanke Schultüte erinnernde Einzelaugen eines Komplex- oder Fazettenauges eine Linse, die stark dem Glaskörper unseres Auges entspricht und meist sieben Seh- und einige Pigmentzellen. Mit diesem Ommatidium kann das Insekt aber nur punktförmige Informationen erhalten. Doch meist sind Tausende solcher Einzelaugen zu einer Halbkugel zusammengedrängt und bedecken dabei fast den gesamten Kopf. So ist das Bild aus zahlreichen Punkten mit unterschiedlicher Helligkeit zusammengesetzt.Die Qualität entspricht dabei die eines Rasterdrucker, der zur Betrachtung aus großer Entfernung gedacht ist. 

Bei Stubenfliegen besteht das Bild der Umgebung aus insgesamt etwa 6.400 Punkten. Ein Maikäfer erreicht mit 10.000 Punkten bereits eine höhere Schärfe und Libellen setzten ihre Bilder aus 56.000 Punkten zusammen.
Das Insekten nicht nur Schwarz Weiß, sondern auch Farben sehen können, zeigen uns die vielen Experimente mit Bienen und Schmetterlinge. Doch wie genau das Auge eines Insekts funktioniert, zeigen wir ein anderes mal. Es ist aber unglaublich spannend!

Neben den Antennen befinden sich auch zwei große Komplexaugen, sowie meist auch drei Punktaugen am Kopf. Denn nur die wenigsten, ausgewachsenen Insekten sind vollkommen blind.

Während die Punktaugen nur hell und dunkel unterscheiden können, besitzet das in seiner Form an eine überschlanke Schultüte erinnernde Einzelaugen eines Komplex- oder Fazettenauges eine Linse, die stark dem Glaskörper unseres Auges entspricht und meist sieben Seh- und einige Pigmentzellen. Mit diesem Ommatidium kann das Insekt aber nur punktförmige Informationen erhalten. Doch meist sind Tausende solcher Einzelaugen zu einer Halbkugel zusammengedrängt und bedecken dabei fast den gesamten Kopf. So ist das Bild aus zahlreichen Punkten mit unterschiedlicher Helligkeit zusammengesetzt.Die Qualität entspricht dabei die eines Rasterdrucker, der zur Betrachtung aus großer Entfernung gedacht ist. 

Bei Stubenfliegen besteht das Bild der Umgebung aus insgesamt etwa 6.400 Punkten. Ein Maikäfer erreicht mit 10.000 Punkten bereits eine höhere Schärfe und Libellen setzten ihre Bilder aus 56.000 Punkten zusammen.
Das Insekten nicht nur Schwarz Weiß, sondern auch Farben sehen können, zeigen uns die vielen Experimente mit Bienen und Schmetterlinge. Doch wie genau das Auge eines Insekts funktioniert, zeigen wir ein anderes mal. Es ist aber unglaublich spannend!

Neben dem Aufnehmen von Sinneseindrücken, ist die Aufnahme von Nahrung ebenfalls eine wichtige Aufgabe des Kopfes. Meist unübersehbar sind die Mundwerkzeuge. 

Wenn auch schwer, lassen sich diese auf drei Paar Anhänge reduzieren.
Die kräftigen, zum zubeißen geeigneten Oberkiefer (Mandibeln), der Unterkiefer (Maxillen), der die Nahrung festhält, weiterschiebt und teilweise zerkleinert und die Unterlippe (Labium), die den unteren Abschluss des Mundraums bildet. Zusätzlich kommen noch die unpaarigen Oberlippen. Die Unterlippe und der Unterkiefer tragen mehrgliedrige Anhänge, die als Palpen und Taster bezeichnet werden.  

Die ursprünglichen Mundwerkzeuge entsprachen wohl denen der Schaben. Doch in Anpassung an unterschiedliche Nahrungsquellen, passten sich auch die Mundwerkzeuge an. Am besten sieht man dies bei Insekten, die flüssige Nahrung zu sich nehmen. Welche Vollkommenheit erreicht wurde, sieht man eindrucksvoll an den bis zu 20 cm langen Unterkiefern der Schmetterlinge, die nach Bedarf als Spirale auf- und abgerollt werden können.

Das Reich der Insekten ist Riesengroß und es warten viele faszinierende Themen darauf, besprochen zu werden. Im nächsten Teil beschäftigen wir uns mit dem Brust- und Hinterleib der Insekten.

Empfohlene Beiträge