Der Hummel Start

Hummeln können fliegen. Entgegen dem Mythos.
Auch wenn der Start nicht immer ganz so läuft, wie er sein sollte.

Doch einmal in der, fliegen sie zielsicher zur nächsten Blüte.

Biene im Landeanflug

Jeder kleine Wind bringt die Gräser und Blüten zum bewegen.
Was für uns wenige Zentimeter sind, ist für ein kleines Insekt eine riesige Strecke.

Dennoch schaffen es die bestäubenden Flieger, eine beinahe Punktlandung auf der gewünschten Blüte.

Weißhaar-Sandbiene (Andrena gravida) 

Das ist die Weißhaar-Sandbiene oder auch Andrena gravida.⁣
Der deutsche Name passt ganz gut, oder? ⁣

Die Sandbiene kommt in gesamt Deutschland vor und gehört zu den wenigen Wildbienenarten, die nicht gefährdet sind. ⁣
Das kann an ihrem eher geringen Anspruch an ihre Nisthabitate liegen. ⁣
Denn sie benötigt spärlich bewachsene Feldraine oder Böschungen auf brachliegenden Feldern oder in Gärten.⁣
Aber auch daran, dass sie beim Pollensammeln nicht auf bestimmte Blüten spezialisiert ist.⁣
Hoffen wir, dass sich ihr Gefährdungsstatus nicht ändert! ⁣

Die Sandbiene kann von April bis Ende Mai beobachtet werden.⁣

Große Randwanze (Coreus marginatus) 

Das ist die Große Randwanze (Coreus marginatus). ⁣
Vielleicht kennst du sie auch unter dem Namen Leder- oder Saumwanze?⁣

Diese Wanze gehört zur Gattung Coreus, der weltweit nur zwei Arten angehören.⁣
Die andere Art ist in Nordchina und der Mongolei beheimatet. ⁣

Die Große Randwanze kann ab dem Frühjahr an verschiedenen Gehölzen und Kräutern beobachtet werden. ⁣
Sie lebt und entwickelt sich aber bevorzugt an Ampfer, Rhabarber und anderen Knöterichgewächsen, die in nährstoffreichen Gebieten stehen.⁣

Ab dem Sommer sind auch die ersten Nymphen zu entdecken. ⁣
Bis zum Winter sind sie allerdings voll entwickelt und überwintern als ausgewachsenes Insekt in der Bodenstreu. ⁣

Was ist ein Insekt – Teil 3

Unsere Welt wäre ohne Insekten nicht die, wie wir sie heute kennen.
Denn sie sind wichtig für unzählige Ökosysteme. In diesem Teil widmen wir uns nun dem dritten Segment des Imago-Körpers. 
Also dem Hinterleib.

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Kamelhalsfliege – Larve 

Das ist die Larve einer Kamelhalsfliege. 

Im letzten Post haben wir Dir das ausgewachsene Insekt dazu vorgestellt.
Heute gehts um ihre Larven. Man kann bereits die Ähnlichkeit erahnen, oder?


Charakteristisch ist der verstärkte Kopf- und Brustabschnitt.
Genauso wie die adulten Tiere, ernähren sich auch die Larven räuberisch von anderen Insekten und deren Eier. 
Dabei sind sie wirklich flinke Läufer!

Sie jagen bevorzugt unter der losen Rinde, abgestorbener Bäume oder am Boden.

Einige Arten durchlaufen bis zu 10. Larvenstadien, bis sie sich schließlich verpuppen.
Das sind einige Häutungen, die ihre Zeit benötigen. 

So kann es bis zu 3 Jahre dauern, bis sich schließlich eine ausgewachsene Kamelhalsfliege entwickelt hat.

Übrigens ist die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege (Venustoraphidia nigricollis) das Insekt des Jahres 2022!

Kamelhalsfliege 

Das ist die Gelbgezeichnete Kamelhalsfliege (Xanthostigma xanthostigma). 
Eine Art aus der Ordnung der Kamelhalsfliegen, zu der auch die Schwarzhalsige Kamelhalsfliege (Venustoraphidia nigricollis) gehört. 
Einige haben sicherlich bereits von ihr gehört. Sie wurde zum Insekt des Jahres 2022 ernannt.

Die Kamelhalsfliegen sehen mit ihren extrem verlängertem, ersten Brustsegment eher exotisch aus. 
Man würde nicht vermuten, sie auch in Deutschland anzutreffen. 
Aber weit gefehlt. Alle 250 bekannten Arten der Kamelhalsfliegen kommen in der nördlichen Hemisphäre vor. Von Mexiko bis Lappland.
Davon kann man 10 Arten in Deutschland entdecken. 

Hast du sie schon einmal beobachten können?
Wenn nicht, kannst du das tataktive Insekt des Jahres 2022 von April bis Juni in und um Wäldern finden.

Ausschnitte aus dem Hornissen Film 

Einen Sommer konnten wir sie begleiten. 
Die fliegenden Riesen.


Hornissen kann man erst recht spät im Jahr beobachten. 
Das hat zwei Gründe: zum einen ist die Hornissenkönigin erst sehr spät im Frühling aktiv, zum anderen dauert es über einen Monat, bis aus den Eiern ausgewachsene Hornissen schlüpfen. 

Noch mehr faszinierende Einblicke in das Leben der Hornissen bekommst du in unserem neuen Film. 
Zuerst auf Patreon und später auch auf YouTube.

Die Gemeine Furchenbiene 

Das ist die Gemeine Furchenbiene oder auch Lasioglossum calceatum genannt. ⁣
Ist sie nicht schön?⁣

Dies ist einer der wenigen Wildbienen, denen man auf dem Feld noch relativ häufig begegnet. ⁣
Der Grund liegt in ihrer Anspruchslosigkeit. Weder beim Nistplatz, noch beim Lebensraum oder Blüten ist sie wählerisch.⁣
Sie kommt in trockenwarmen bis kühlfeuchten Lebensräumen, wie Parks und Gärten vor.⁣

Doch das faszinierende an dieser Biene ist ihr Sozialverhalten!⁣
Während die meisten Wildbienen solitär leben, nistet die Gemeine Furchenbiene semisozial, wenn nicht sogar primitiv-eusozial, wie auch Hummeln. ⁣
Denn ein Weibchen gründet ein Nest, in dem sie einen senkrechten Schacht in die Erde gräbt, von dem ein waagerechter Gang zu einem Hohlraum führt. In diesem Raum wird eine Waabe mit einem Ei angelegt und verschlossen. ⁣
Daraus schlüpft eine Arbeiterin, ein sogenanntes Sommerweibchen, die deutlich kleiner als die Nestgründerin ist.⁣
Sie kümmert sich um die Versorgung der zweiten Brut, aus der bis zu 50 Geschlechtstiere schlüpfen. Unter ihnen auch männliche Drohnen. ⁣

Wirklich spannend das Leben der Wildbienen.

Amerikanische Kiefernwanze 

Das ist die Amerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis).

Eigentlich lassen sich alle wichtigen Punkte bereits am Namen erkennen. 
Denn die Art kommt Ursprünglich aus Nordamerika und wurde erst zur Jahrtausendwende erstmalig in Europa nachgewiesen. 

Und auch der Name Kiefernwanze ist Programm. Sie saugt bevorzugt an jungen Samen und Blüten von Kiefern. 
Doch so wählerisch ist sie wiederum auch nicht. So kann sie ebenfalls an anderen Nadelbäumen wie Douglasie oder Fichten gefunden werden. 

Auch wenn sie nur Pflanzensäfte saugt, sollte man sich ihr nur vorsichtig nähern. 
Wie manch andere Wanzen auch, kann die Amerikanische Kiefernwanze zur Verteidigung ein Sekret aus ihren Drüsen abgeben. 
Dieses Sekret riecht sehr stark nach Nadelbaum, haftet klasse an der Haut und ist nach kurzer Zeit sehr unangenehm. 
Zum Glück kann man den Duft leichter abwaschen, als den der Grünen Stinkwanze.