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Feld-Sandlaufkäfer

(Cicindela campestris)

Der Feld-Sandlaufkäfer ist ein metallisch grün glänzender Laufkäfer, der zu den sogenannten Sandlaufkäfern gehört. Er ist für seine Geschwindigkeit und seine räuberische Lebensweise bekannt und ist einer der am weitesten verbreiteten Sandlaufkäfer in Europa.

Wo begegnet dir diese Art?

  • Auf sonnigen, offenen Bodenstellen mit wenig Vegetation, z. B. sandigen Wegen, Heiden, Trockenrasen oder Magerrasen. 

  • Auch an Wegen, Kiesflächen oder lückigen Grasflächen im Siedlungsraum. 

  • Besonders von Mai bis September aktiv.

  • Oft auf Bodenflächen zu sehen, auf denen er schnell läuft oder kurze Flüge unternimmt.

Nahrung

Die Art ist ein aktiver Jäger; er erbeutet kleine Arthropoden wie Ameisen, Spinnen und andere kleine Insekten.

Struktur

Offene, trocken-warme Standorte mit vegetationsarmen Böden sind entscheidend, weil er dort seine Beute visuell wahrnimmt und angreifen kann.

Entwicklung

Offene, trocken-warme Standorte mit vegetationsarmen Böden sind entscheidend, weil er dort seine Beute visuell wahrnimmt und angreifen kann.

Mikroklima

Weibchen legen ihre Eier in den Boden; die Larven leben in selbstgegrabenen, senkrechten Erdröhren, in denen sie auf Beute warten.

Häufige Irrtümer

  • „Das ist nur ein farbiger Käfer, der sich bewegt.“
    → Dieser Käfer ist ein räuberischer Jäger, der kleine Insekten aktiv verfolgt. 

  • „Sandlaufkäfer leben nur im Sand.“
    → Die Art besiedelt viele vegetationsarme Böden, nicht nur klassische Sandflächen. 

  • „Die Larven sind harmlose Larven im Boden.“
    → Die Larven sind genauso räuberisch wie die Erwachsenen und lauern in ihren Röhren auf Beute.

Vertiefung
Die folgenden Abschnitte vertiefen Biologie, Verhalten und ökologische Zusammenhänge.

Erkennungsmerkmale

Cicindela campestris, der Feld-Sandlaufkäfer, ist ein auffällig metallisch grün bis bronzefarben schimmernder Käfer, etwa 10–15 mm lang. Die Flügeldecken zeigen oft kleine weiße oder gelbliche Flecken. Die Beine sind lang und schlank, meist rötlich, die kräftigen Kiefer (Mandibeln) sind auffällig groß und nach vorn gebogen – typisch für Raubkäfer. Die Augen sind sehr groß und seitlich am Kopf angeordnet.

Lebensraum/Verbreitung

Der Feld-Sandlaufkäfer ist in ganz Europa weit verbreitet, besonders auf trockenen, sandigen, offenen Böden wie Heiden, Magerrasen, Sandwegen, Lichtungen und sonnenexponierten Böschungen. Auch in Steinbrüchen und auf Trockenrasen ist er häufig zu finden. Er meidet dichte Vegetation und bevorzugt warme, besonnte Stellen.

Lebensweise/Verhalten

Cicindela campestris ist ein tagaktiver, äußerst schneller und wendiger Jäger. Die erwachsenen Käfer jagen laufend oder in kurzen Flugsprüngen kleinere Insekten und Spinnen, die sie mit ihren kräftigen Kiefern packen und aussaugen. Die Larven leben in senkrechten, selbstgegrabenen Röhren im Boden und lauern dort mit geöffneten Kiefern auf vorbeikommende Beute. Sandlaufkäfer reagieren sehr empfindlich auf Störungen, starten bei Annäherung blitzschnell und fliegen ein kurzes Stück weiter. Die Tiere überwintern als Larven, manchmal auch als ausgewachsene Käfer.

Rolle im Ökosystem

Als aktive Räuber spielen Feld-Sandlaufkäfer eine wichtige Rolle bei der Regulation von Bodenkleintieren und sind ein Indikator für naturnahe, offene Standorte. Sie sind Nahrung für Vögel und andere größere Insektenfresser. Ihre Anwesenheit deutet auf artenreiche und wenig gestörte Lebensräume hin.

Gefährdung/Schutz

Cicindela campestris ist in Mitteleuropa noch relativ häufig, kann aber durch Lebensraumverlust (z. B. Aufforstung, Verbuschung, Versiegelung von offenen Flächen) lokal gefährdet sein. Der Schutz offener, sandiger Standorte und die Pflege von Magerrasen sind wichtige Maßnahmen zum Erhalt dieser Art. Ein besonderer Schutzstatus besteht in Deutschland meist nicht, regional kann die Art jedoch auf Vorwarnlisten stehen.

Wissenswertes/Funfacts

Der Feld-Sandlaufkäfer gilt als „Sprinter unter den Käfern“. Er ist einer der schnellsten Läufer im Insektenreich und kann seine Beute blitzartig verfolgen oder überrennen. Dabei wird er oft so schnell, dass seine Augen beim Laufen kaum noch nachkommen, und er deshalb in kurzen Sprints unterwegs ist. Die Larven sind nicht weniger faszinierend: Sie sitzen am Eingang ihrer selbstgegrabenen Röhre, oft nur mit dem Kopf sichtbar, und packen blitzschnell zu, wenn ein Insekt vorbeikommt. Die metallisch grüne Färbung macht den Sandlaufkäfer zu einem echten Schmuckstück im Sand und zu einem beliebten Beobachtungsobjekt für Naturfreunde und Fotografen

Weiterführende Links

Diese Art ist Teil des Insecticon-Quartetts.