Die Knautien-Sandbiene

Das ist die Knautien-Sandbiene oder auch Andrena hattorfiana genannt. Ist sie nicht schön?⁣
Wie der deutsche Name schon verrät, ist diese Sandbiene vor allem auf Knautien, also Witwenblumen, spezialisiert. ⁣

Leider wird ihr genau das zum Verhängnis. ⁣
Denn landwirtschaftlich genutzte Wiesen werden viel zu regelmäßig im Jahr gemäht und gedüngt, sodass es nur noch selten genug blühende Witwenblumen gibt. Das entzieht der Wildbiene natürlich die Nahrungsgrundlage und auch das Sammeln von Pollen und Nektar für die Brutzellen wird unmöglich.⁣
Das führt dazu, dass die Knautien-Sandbiene in Deutschland auf der Roten-Liste als „Gefährdet“ eingestuft ist.⁣

Doch natürlich müssen Wiesen gemäht werden, da sie sonst verbuschen und verwalden würden. ⁣
Um die Knautien-Sandbiene und alle anderen Wildbienen zu schützen, sollte nicht mehr als zweimal oder alternierend, also abwechselnd, gemäht werden.⁣

Wir hatten das Glück, dieses Jahr auf einer Ruderalfläche eine Knautien-Sandbiene filmen zu können. Da dieses Gebiet nicht vom Menschen genutzt wird, ist es ein Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten. ⁣