Die Waldameise

In unseren Wäldern gibt es nicht nur Rehe, Eichhörnchen und Füchse.
Oft wird vergessen, dass dort rund 30.000 Insektenarten eine Heimat finden. 
Nicht der Wolf ist hier der gefürchtete Jäger. 

Denn dort lebt ein Volk, dass durch seine Anwesenheit das Gleichgewicht im Wald wart und doch Angst und Schrecken verbreitet. Zumindest im Reich der Insekten.  

Die Waldameisen errichten riesige Nester, in denen tausende Individuen leben.
Doch wieso sind sie so wichtig für einen gesunden Wald und doch so gefürchtet?

Wusstest du, dass Waldameisen stark andere Insektenpopulationen regulieren?

In Deutschland sind etwa 23 Waldameisen Arten heimisch. Dabei sind es nicht immer die rot-schwarzen Ameisen, die man auf dem Waldboden trifft. Auch die schwarzen Sklavenameise gehört zu ihnen. 

Und trotz ihrer geringen große von max. 7 mm, sind sie unter den Insekten gefürchtet. Doch wir brauchen keine Angst zu haben. Auf ihrer Speisekarten stehen hauptsächlich Insekten und Larven. 

Doch da ein einzelnes Ameisenvolk bis zu 2 Millionen Individuen beherbergen kann, sind sie Tag und Nacht auf Jagt und sammeln mehrere 10.000 Beutetiere an nur einem Tag. Dabei regulieren sie natürlich stark die Population anderer Insekten.

Umso mehr Waldameisen also in einem Wald leben, desto geringer ist auch die Gefahr von massenhaften Auftreten bestimmter Insekten, die den Bäumen und Pflanzen gefährlich werden können. 

Besonders beliebt sind Beutetiere, die flugunfähig und weichhäutig sind. Also vor allem Larven. 

Kleinere Objekte werden schnell von einer Ameise allen mit den Oberkiefern gepackt und zum Nest getragen. Um größere Beute allerdings kümmern sich zwei oder noch mehr Ameisen, die sie zusammen zum Nest ziehen.

Wusstest du, dass Waldameisen Viehzüchter sind?

In Zeiten, in denen es um Umkreis nicht genug Beute gibt, suchen viele Ameisenvölker Blattläuse auf, um deren zuckerhaltigen Honigtau als Nahrung zu nutzen. 

Die Symbiose unter ihnen kann man schon fast als Viehzucht bezeichnen, denn die Ameisen kümmern sich regelrecht um ihre Blattläuse. Sie vertreiben Räuber und Parasiten, sie bauen manchmal schützende Hüllen um sie und einige Ameisenarten lagern sogar die Eier ihrer Blattläuse während des Winters in ihrem Nest ein, um sie im nächsten Frühjahr wieder an Pflanzen aufzuziehen.

Und wieso es gerade Blattläuse sein müssen, ist leicht beantwortet. 

Sie sind in der Lage, den Ameisen Nährstoffe aus den Pflanzen zugänglich zu machen, welche sie ohne Hilfe nicht nutzen könnten, nämlich Zucker. 10 – 30% des Honigtaus besteht daraus, der Rest ist Wasser, das besonders in niederschlagsarmen Zeiten für die Ameisen von unermesslichem Wert ist.  

Wie die Blattläuse an die Pflanzensäfte kommen, erklären wir aber ein anderes Mal.

Die Welt der Ameisen ist riesig und nicht in zwei kurzen Themen abgehandelt.
Dich erwarten also in Zukunft noch viele spannende Beiträge über das verborgene Leben der Ameisen und das der anderen Insekten.

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