Die Steinhummel ist eine weit verbreitete, sozial lebende Hummel mit charakteristischem schwarzem Körper und leuchtend rot-oranger Hinterleibsspitze. Sie ist in Mitteleuropa eine der häufigsten Hummelarten und wichtig für die Bestäubung vieler Blüten.
Die Art ist oft bereits im Frühjahr bis in den Herbst aktiv, mit einer Flugzeit von März bis Oktober. Sie verlässt das Nest häufig erst zwei bis drei Stunden nach Sonnenaufgang und kehrt relativ früh zurück, was typisch für ihre ruhige Tagesaktivität ist.
Die Steinhummel begegnet dir in Gärten, Parks, Wiesen, Feldrainen und offenen Landschaften, überall dort, wo Blüten stehen und Pollen verfügbar sind.
Offene, strukturreiche Lebensräume mit reichlich Blütenangebot.
Offene, strukturreiche Lebensräume mit reichlich Blütenangebot.
Offene, strukturreiche Lebensräume mit reichlich Blütenangebot.
Nester meist bodennah, oft in vorhandenen Hohlräumen, unter Steinen oder Mauerspalten.
Das ist nur eine schwarze Hummel mit rotem Schwanz.
Dieser einfache Eindruck verkennt ihre ökologische Rolle: *Bombus lapidarius* ist eine effektive Bestäuberin vieler Blütenpflanzen und keine zufällige Art.
Hummeln wie diese sind selten geworden.
Zwar können lokale Populationen durch Habitatverlust leiden, aber *B. lapidarius* ist insgesamt weit verbreitet und häufig in passenden Lebensräumen.
Sie sind wie Honigbienen organisiert.
Steinhummeln leben sozial in Staaten mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen, aber ihr Nest und ihre Lebensweise unterscheiden sich deutlich von Honigbienen.
Arbeiterinnen und Königinnen sind pechschwarz behaart, wobei die letzten drei bis sechs Hinterleibssegmente kräftig orange-rot gefärbt sind. Königinnen messen rund 20–22 mm, Arbeiterinnen etwa 12–16 mm und Drohnen 14–16 mm. Männchen tragen zusätzlich eine gelbe Querbinde am Brustansatz und gelbe Haare im Gesicht, die bis zu den Fühlern reichen. Das mittellange Rüsselmaß macht sie zu effizienten Bestäubern von Kleearten und Taubnesseln.
Die Steinhummel ist in ganz Europa verbreitet; ihre Verbreitung reicht in Nordeuropa bis zum Polarkreis und in den Alpen bis etwa 2000 m Höhe. Sie bewohnt vielfältige Lebensräume – von Trockenrasen, Streuobstwiesen und Waldrändern bis zu naturnahen Parks, Gärten und Siedlungsrandflächen. Ihren Namen verdankt sie der Vorliebe ihrer Königinnen, unter Steinhaufen, in Trockenmauern, Felsspalten oder verlassenen Mäusenestern zu nisten – teils auch in Dachböden oder Vogelnistkästen.
Die Flugzeit reicht von März bis Oktober. Jungköniginnen erscheinen ab Ende März und gründen im ersten Nest Eier, aus denen Arbeiterinnen schlüpfen. Ab Juli entstehen Drohnen und neue Königinnen, die sich paaren und überwintern – alte Königin, Drohnen und Arbeiterinnen sterben anschließend. Eine typische Kolonie umfasst 100 bis 300 Tiere. Im Nest legen die Arbeiterinnen Pollen in speziellen Wachsbauten (Pollenstorer-System) ab und ernähren die Larven individuell. Die Steinhummel verlässt das Nest häufig erst zwei bis drei Stunden nach Sonnenaufgang und kehrt relativ früh zurück – typisch für ihre ruhige Tagesaktivität.
Als Generalistin bestäubt die Steinhummel viele Pflanzenarten (mindestens 248 dokumentierte Arten), darunter zahlreiche Kulturpflanzen, und ist dabei besonders effizient auch bei höheren Temperaturen. Sie stellt eine wichtige Nahrungsquelle für andere Tierarten dar und trägt so wesentlich zu Biodiversität und funktionierenden Ökosystemen bei. Ihre Präsenz gilt als Indikator für naturnah bewirtschaftete Lebensräume.
Obwohl die Steinhummel in Europa weit verbreitet und häufig ist, sind auch ihre Bestände nicht völlig gefeit: Verlust artenreicher Wiesen, Pestizideinsatz und Zerstörung von Nistplätzen beeinträchtigen sie zunehmend.
Jungköniginnen zeigen starke Standorttreue: Sie kehren oft zum gleichen Nistplatz zurück, an dem sie selbst geschlüpft sind – über Generationen. Als friedfertige Hummeln stechen sie nur im äußersten Notfall. Vor einem Stich warnen sie zunächst durch markantes Beinheben, im Ernstfall legen sie sich brummend auf den Rücken, um den Hinterleib mit Stachel entgegenzustrecken (“Zweisprung-Abwehr”).
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