Die Gewöhnliche Sandbiene ist eine weit verbreitete, solitär lebende Wildbiene, die häufig in offenen Lebensräumen vorkommt und durch ihre orange-gelben Sammelbeine auffällt. Sie ist oft eine der häufigsten Sandbienen in Gärten und Grasland.
Fliegt in zwei Generationen pro Jahr (bivoltin): Die erste Generation von März bis Mai, die zweite von Juli bis September.
In Gärten, Parks, Feldrainen, Waldrändern und an sandigen oder lehmigen Bodenstellen. An Kies- oder Sandgruben, an Böschungen oder offenen, wenig bewachsenen Flächen. Die Art ist häufig in der Nähe von Menschen zu finden, auch in urbanen Grünflächen.
Erwachsene Tiere sammeln Pollen und Nektar von vielen Blüten, ohne starke Spezialisierung auf nur eine Pflanzenart.
Offene, sonnige, bodennahe Lebensräume mit geeigneten Blütenpflanzen und lockerem Boden sind entscheidend.
Offene, sonnige, bodennahe Lebensräume mit geeigneten Blütenpflanzen und lockerem Boden sind entscheidend.
Weibchen graben Erdnester in sandigem oder lehmigem Boden, oft in lockeren Aggregationen. Die Nester bestehen meist aus einem Hauptgang mit wenigen Brutzellen für Larven.
„Das sind kleine Honigbienen.“
Es handelt sich um eine eigenständige Wildbienenart.
„Bodenbrütende Bienen brauchen unberührte Naturflächen.“
Viele Arten kommen auch in Siedlungsräumen gut zurecht.
„Ein einzelnes Loch im Boden ist kein Nest.“
Solche Öffnungen sind oft der Eingang zu einem Bienenbau.
Andrena flavipes, die Gewöhnliche Bindensandbiene, ist eine mittelgroße Wildbiene (Weibchen 11–13 mm, Männchen 9–11 mm). Weibchen sind dicht behaart, mit bräunlich behaarter Brust (Thorax) und deutlich gelben Hinterleibsseitenbinden, die durch helle, kurze Haare entstehen. Männchen sind schlanker, heller behaart und besitzen längere Fühler. Die Flügel sind leicht bräunlich getönt, die Beine bei beiden Geschlechtern teilweise gelblich behaart.
Die Gemeine Sandbiene ist in fast ganz Europa verbreitet und in Mitteleuropa häufig. Sie bewohnt offene, warme Standorte mit lockerem Boden: Gärten, Parks, Wegränder, Brachflächen, sandige Böschungen, Trockenrasen, Feldraine und auch urbane Bereiche. Nistplätze liegen bevorzugt in vegetationsarmen, sonnigen Flächen.
Andrena flavipes ist solitär, aber oft gesellig nistend: Viele Weibchen legen ihre Erdnester dicht nebeneinander an. Sie fliegt in zwei Generationen pro Jahr (bivoltin): Die erste Generation von März bis Mai, die zweite von Juli bis September. Die Nester bestehen aus senkrechten Hauptgängen mit seitlichen Brutzellen, die mit einem Gemisch aus Pollen und Nektar gefüllt werden. Die Art ist polylektisch, sammelt also Pollen von vielen verschiedenen Pflanzenfamilien, darunter Korbblütler, Kreuzblütler, Schmetterlingsblütler und Lippenblütler.
Die Gewöhnliche Bindensandbiene ist ein wichtiger Bestäuber zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen. Durch ihre zwei Generationen pro Jahr trägt sie sowohl im Frühling als auch im Hochsommer zur Bestäubung bei. Ihre Nester und Larven sind Nahrungsquelle für spezialisierte Parasiten wie Kuckucksbienen (Nomada-Arten).
Die Gewöhnliche Bindensandbiene ist aktuell nicht gefährdet und vielerorts häufig. Sie profitiert von offenen, unversiegelten Bodenstellen, Blütenvielfalt und dem Verzicht auf Pestizide. Gefährdend wirken Bodenversiegelung, Verlust offener Sandflächen und blütenarme Landschaften.
Andrena flavipes ist eine der häufigsten Sandbienenarten Mitteleuropas – wer im Frühling oder Spätsommer sonnige Sandwege oder Böschungen beobachtet, hat gute Chancen, sie zu entdecken. Besonders auffällig ist ihr „Streifendesign“ auf dem Hinterleib, das ihr den deutschen Namen „Gelbbindige Sandbiene“ eingebracht hat. Obwohl sie solitär lebt, bilden ihre Kolonien manchmal beeindruckende Kolonien mit Hunderten von Ein- und Ausflügen pro Minute. Die Art ist völlig harmlos und sticht nur in äußerster Bedrängung.
Entdecke ökologische Zusammenhänge spielerisch. Das Insecticon-Quartett hilft dir, heimische Insekten, ihre Lebensräume und Entwicklungsstadien besser zu verstehen.
Im Quartett vergleichen